DGUV Information 209-093 · Abschlepp- und Pannendienste

HV-Schulung für
Abschleppdienste

Abschleppunternehmen kommen täglich in Kontakt mit unfallbeschädigten Hochvoltfahrzeugen – das gefährlichste HV-Szenario im Straßenverkehr. Wir schulen Ihr Team sicher und normkonform nach DGUV 209-093 – Inhouse, bundesweit, ab 89 € pro Person.

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ab 89 €
Pro Person, Stufe S/E Sensibilisierung
24 h
Angebot nach Ihrer Anfrage
Inhouse
Schulung direkt in Ihrem Betrieb
3
Szenarien abgedeckt: normal, Unfall, Brand

Drei Szenarien – drei Risikostufen

Abschleppunternehmen begegnen Hochvoltfahrzeugen in drei grundlegend verschiedenen Zuständen. Jedes Szenario erfordert ein anderes Vorgehen – und eine passende Qualifizierung. Unsere Schulung trainiert alle drei.

01
Normaler Panneneinsatz – intaktes EV
Liegengebliebenes Elektrofahrzeug ohne sichtbare Beschädigungen. Das HV-System ist aktiv, aber unversehrt. Grundsensibilisierung (Stufe S/E) ist ausreichend – korrektes Verhalten beim Aufladen, Anschleppen und Transport.
02
Unfallfahrzeug – beschädigtes HV-System
Deformierte Batterie, beschädigte HV-Leitungen, freiliegende HV-Kontakte. Hier ist Stufe 1S/1E (FuP) empfohlen. Mitarbeitende müssen Gefährdungen erkennen, den sicheren Mindestabstand kennen und wissen, wann Fachpersonal mit höherer Qualifikation hinzugezogen werden muss.
03
Brandfahrzeug – Thermal Runaway
Das gefährlichste Szenario: Traktionsbatterie in thermischem Durchgehen. Hohe Brandintensität, giftige Gase, Wiederentzündungsgefahr bis zu 72 Stunden. Unsere Schulung vermittelt Erkennung, Sicherheitsabstände, Kommunikation mit der Feuerwehr und Umgang mit Tauchbehältern und Löschcontainern.

Haftungsrisiko ohne Qualifizierung

Im Schadensfall – bei Verletzung eines Mitarbeitenden oder Brand eines geborgenen Fahrzeugs auf dem Betriebsgelände – ist fehlende DGUV-209-093-Qualifizierung ein direktes Haftungsrisiko für Unternehmer und Führungskräfte. Große Automobilclubs wie ADAC und AvD schulen ihre Partner bereits systematisch. Für kleinere Abschleppunternehmen ist das oft noch ein blinder Fleck.

Für wen ist diese Schulung?

Die HV-Qualifizierung nach DGUV 209-093 ist für alle Unternehmen relevant, die im Straßenverkehr mit Elektro- oder Hybridfahrzeugen in Berührung kommen – unabhängig von Betriebsgröße oder Fahrzeugtyp.

Kleine Abschleppunternehmen mit zwei bis zehn Fahrzeugen sind genauso betroffen wie große Flottenbetreiber. Die gesetzliche Pflicht gilt pro Mitarbeitendem – nicht pro Betrieb.

Pannendienste der großen Automobilclubs schulen ihre Mitarbeitenden und Partnerunternehmen bereits. Für unabhängige Abschleppunternehmen ist das oft noch eine offene Baustelle – und ein echtes Haftungsrisiko bei jedem EV-Einsatz ohne qualifiziertes Personal.

Wir schulen Ihr gesamtes Fahrteam in einem Inhouse-Termin bei Ihnen im Betrieb – ohne lange Fahrtzeiten und ohne Ausfall des Tagesgeschäfts.

Abschleppunternehmen (privat, regional)
Von der Einzelperson bis zur Flotte
ADAC / AvD-Partnerunternehmen
Pannendienst-Partner der Automobilclubs
Pannendienste / Mobilservices
Herstellergebundene Notfalldienste
Bergungs- und Spezialtransport
Schwerlastbergung und Unfallfahrzeuge
Feuerwehr-Kooperation / Ersthelfer
Koordiniertes Vorgehen bei EV-Bränden

Die richtigen Stufen für Ihren Abschleppdienst

Stufe S/E
Sensibilisierte Person
Für alle Fahrer, die normale EV-Panneneinsätze durchführen. Erkennen von HV-Gefährdungen, korrektes Verhalten, Sicherheitsabstände bei intakten Elektrofahrzeugen.
89 €pro Person
Stufe 1S / 1E
Fachkundig unterwiesene Person (FuP)
Für Fahrer, die auch unfallbeschädigte HV-Fahrzeuge bergen. Bewertung des Fahrzeugzustands, Handgriffe in HV-Nähe, Kommunikation mit Feuerwehr und Versicherung.
149 €pro Person
Stufe 2S
FHV Serienfahrzeuge
Für Spezialisten in Ihrem Team, die als Ansprechpartner für komplexe Bergungen fungieren und ggf. HV-Systeme freischalten müssen.
699 €pro Person

FAQ – HV-Schulung für Abschleppdienste

Ja. Jeder Mitarbeitende, der mit Elektro- oder Hybridfahrzeugen in Kontakt kommt – ob beim normalen Panneneinsatz, bei der Unfallbergung oder beim Verladen auf den Abschleppwagen – benötigt mindestens Stufe S/E nach DGUV 209-093. Das ist keine freiwillige Empfehlung, sondern eine Anforderung aus der Betriebssicherheitsverordnung und dem Arbeitsschutzgesetz.
Ja. Thermal Runaway – der unkontrollierte Wärmedurchgang in der Traktionsbatterie – ist die gefährlichste Situation bei der EV-Bergung. Unsere Schulung umfasst das Erkennen von Thermal-Runaway-Anzeichen (Ausgasung, Geruch, Temperatur), korrekte Sicherheitsabstände, die Kommunikation mit der Feuerwehr sowie den Umgang mit Tauchbehältern und Löschcontainern. Dieses Szenario wird explizit trainiert.
Für die Bergung von unfallbeschädigten HV-Fahrzeugen ist Stufe 1S/1E (FuP) empfohlen, da möglicherweise Handgriffe in HV-Nähe nötig sind. Stufe S/E deckt den normalen Panneneinsatz an intakten EV ab. Bei häufiger Arbeit mit stark beschädigten Fahrzeugen empfehlen wir, mindestens eine Person im Team mit Stufe 2S auszustatten, die als fachkundige Ansprechperson fungiert.
Ja. Inhouse-Schulung direkt in Ihrem Betrieb oder Depot ist unser Standardmodell. Wir schulen Ihr gesamtes Fahrteam an einem Tag – keine langen Fahrtzeiten, kein Betriebsausfall. Ab 6 Personen ist Inhouse günstiger als externe Einzeltermine. Wir passen Schulungszeitpunkte auf Schichtpläne und Bereitschaftsdienste an.
Das hängt vom Zustand des Fahrzeugs ab. Intaktes HV-System: normales Vorgehen mit Grundsensibilisierung (S/E). Beschädigte Batterie, austretende Flüssigkeiten oder Brandzeichen: Sicherheitsabstand einhalten, Feuerwehr informieren, qualifiziertes Fachpersonal (FuP/FHV) hinzuziehen. Die Bewertung des Fahrzeugzustands und das richtige Vorgehen in jedem dieser Szenarien sind Kerninhalt unserer Schulung für Abschleppdienste.

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